Verzögerte Zahlungsströme durch manuelle Interconnect‑Abstimmungen
Definition
Access‑ und Interconnect‑Billing in der Telekommunikation basiert auf großen, granularen Datensätzen und komplexen Tariftabellen. Während die Regulierung über Part XIC und ACCC‑Pricing‑Prinzipien die Preislogik vorgibt,[2] überlassen die Regelwerke die operative Abwicklung (Datenformat, Zyklen, Dispute‑Prozesse) weitgehend den Verträgen zwischen Carriern. Viele Betreiber nutzen noch immer halbmanuelle Prozesse für die Bilanzierung eingehender und ausgehender Interconnect‑Rechnungen, inklusive Excel‑basierter CDR‑Stichproben, E‑Mail‑basierter Dispute‑Listen und individueller Klärung von Differenzen. In Märkten mit ähnlicher Struktur liegen Days Sales Outstanding (DSO) im Wholesale‑Telekom‑Bereich häufig 20–40 Tage über den vertraglichen Zahlungszielen, insbesondere bei strittigen Beträgen. Legt man auf australische Verhältnisse typische Interconnect‑Volumina von 50–150 Mio. AUD p.a. pro größerem Carrier zugrunde, bindet eine zusätzliche DSO‑Verlängerung von 20–40 Tagen Working Capital im Wert von ca. 3–16 Mio. AUD. Bei typischen Kapitalkosten von 5–10 % p.a. entspricht dies Finanzierungskosten in der Größenordnung von ca. 0,15–1,6 Mio. AUD pro Jahr.
Key Findings
- Financial Impact: Logikbasiert: Zusätzliche Finanzierungskosten in Höhe von ca. AUD 0,15–1,6 Mio. p.a. pro Carrier (5–10 % Kapitalkosten auf 3–16 Mio. AUD zusätzlich gebundenes Working Capital bei 20–40 Tagen DSO‑Verlängerung).
- Frequency: Monatlich, da jede Interconnect‑Abrechnungsperiode neue, teils strittige Posten erzeugt; Time‑to‑Cash‑Effekt ist dauerhaft.
- Root Cause: Fehlende systemische, bilaterale Reconciliation‑Schnittstellen; reliance auf CSV/Excel‑Exporte und E‑Mail‑Dispute; kein automatisiertes Matching von CDR‑Summen und Tariftabellen; lange interne Freigabeprozesse; fehlende Priorisierung von Wholesale‑Forderungsmanagement.
Why This Matters
The Pitch: Australische 🇦🇺 Carrier binden oft 20–40 Tage zusätzlichen Working Capital in offenen Interconnect‑Forderungen, was je nach Volumen jährliche Finanzierungskosten von AUD 0,5–3 Mio. verursacht. Automatisierte bilaterale Reconciliation, Dispute‑Management und digitale Abnahme von Access‑Rechnungen verkürzen die Time‑to‑Cash deutlich.
Affected Stakeholders
Head of Wholesale Billing, Credit & Collections Manager, Treasurer / Leiter Finanzen, Revenue Assurance Manager, Interconnect Operations Lead
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Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Fehlende oder fehlerhafte Interconnect‑Erlöserfassung
Interconnect‑ und Access‑Missbrauch („Graue Routen“ und manipulative Verkehrsführung)
Fehlentscheidungen bei Access‑Preisstrategien und Netzwerk‑Investitionen
Unbilled Interconnection Charges
Carrier Billing Errors and Overcharges
Unauthorised Carrier Charges
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