Manuelle Regalpreis- und Aktionsumsetzung in der Filiale
Definition
Die deutsche Lebensmittelbranche ist stark promotionsgetrieben; wöchentliche Preisaktionen, Prospekte und wechselnde Warengruppenschwerpunkte sind Standard, insbesondere bei Discountern und Vollsortimentern.[1][2] Gleichzeitig stehen Händler unter anhaltendem Kosten- und Margendruck und suchen aktiv nach Effizienzsteigerungen in Filial- und IT-Prozessen.[4][6] Dennoch erfolgt die Umsetzung von Preisänderungen und Promotions in vielen Filialen weiterhin mit Papieretiketten und manuellen Anweisungen. Für jede Preisrunde müssen hunderte bis tausende Etiketten gedruckt, sortiert, gesucht und gesteckt werden; Fehler führen zu Reklamationen und Nacharbeiten. Bei konservativer Annahme von 6–10 Stunden Filialzeit pro Woche nur für Preis- und Aktionsumsetzung summiert sich dies auf 300–500 Stunden pro Filiale und Jahr. Bei Personalkosten von etwa 25–35 € je produktiver Stunde (inkl. Lohnnebenkosten) entstehen direkte Prozesskosten von 7.500–17.500 € je Filiale und Jahr, die kaum Wertschöpfung liefern und Kapazität von kundenorientierten Tätigkeiten abziehen.
Key Findings
- Financial Impact: Quantified (Logic): 300–500 Stunden/Jahr je Filiale für manuelle Preis- und Aktionspflege; bei 30 € Vollkosten/Stunde = 9.000–15.000 € pro Filiale und Jahr; bei 500 Filialen = 4,5–7,5 Mio. € p.a. an gebundener Kapazität.
- Frequency: Wöchentlich, mit Spitzen zum Aktionsstart (typisch 1–2 Mal pro Woche) und bei Sonderaktionen.
- Root Cause: Papierbasierte Regaletiketten; fehlende elektronische Regaletiketten; unzureichend integrierte Planogramm- und Preissteuerung; dezentrale, manuelle Arbeitsverteilung ohne Optimierung der Laufwege und Aufgabenpriorisierung.
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Retail Groceries.
Affected Stakeholders
Filialleiter, Marktmitarbeiter (Verkauf, Warenverräumung), Bezirksleiter, Leitung Vertrieb/Operations, HR- und Kostencontrolling
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Evidence Sources:
- https://www.eurocommerce.eu/app/uploads/2025/04/250407-online-the-state-of-grocery-retail-europe-2025-final.pdf
- https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-insights/state-of-grocery-europe-report
- https://apps.fas.usda.gov/newgainapi/api/Report/DownloadReportByFileName?fileName=Retail+Foods+Annual_Berlin_Germany_GM2025-0016
Related Business Risks
Preisfehler zwischen Regal und Kassensystem
Ineffizientes Rabatt- und Coupon-Management
Kundenunzufriedenheit und Abwanderung durch Preisirritationen
Fehlentscheidungen bei Sortiments- und Aktionsplanung durch unzureichende Datenbasis
Manuelle Bestellaufteilung bei mehreren Lieferanten
Wartezeiten durch Bareinzahlung und Abstimmung
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