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Erlösverlust durch ineffiziente Dauerkartenverlängerung und Nicht-Ausschöpfung der Zahlungsbereitschaft

4 verified sources

Definition

Wissenschaftliche Arbeiten zur Saisonkartenpreisgestaltung im Profisport zeigen, dass Vereine über Dauerkarten zwar sichere Basisumsätze generieren, aber häufig auf zusätzliche Zahlungsbereitschaft der Fans verzichten, weil Preise langfristig fixiert und zu stark rabattiert werden.[8] Ein WHU-Beitrag spricht explizit von den „versteckten Kosten“ von Dauerkarten: Sie sichern zwar Erlöse, können aber die Gesamtrentabilität des Stadionerlebnisses beeinträchtigen, wenn z.B. Vollzahler verdrängt oder Zusatzumsätze blockiert werden.[9] In der Praxis priorisieren deutsche Bundesligaclubs Mitglieder und Dauerkarteninhaber und öffnen den freien Verkauf oft erst wenige Wochen vor dem Spiel.[1] Dadurch werden Plätze für die gesamte Saison zu einem niedrigen Durchschnittspreis gebunden, anstatt bei Spitzenspielen höhere Einzelticketpreise realisieren zu können. Logische Quantifizierung: In der Bundesliga liegen Ticketumsätze typischerweise im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich pro Saison (z.B. Fortuna Düsseldorf berichtet von ca. 7–8 Mio. € Ticketumsatz pro Saison).[5] Wenn Dauerkarten im Schnitt mit 10–30 % Rabatt gegenüber Einzeltickets bepreist werden und keine datengestützte Differenzierung nach Spielkategorie und Sitzplatzsegment erfolgt, ist ein entgangener Mehrerlös von konservativ 5–15 % des Ticketpotenzials realistisch. Bei 7–8 Mio. € Ticketvolumen entspricht dies ca. 350.000–1.200.000 € pro Saison an nicht realisierten Erlösen pro Club (LOGIC-Evidence, auf Basis von Branchenmustern und fortgeschriebener Zahlungsbereitschaft). Zusätzlich werden potenzielle Hospitality-Upgrades und Zusatzleistungen (z.B. Catering, VIP-Bereiche) nicht systematisch in den Verlängerungsprozess integriert, obwohl genau hier die planbare Nachfrage der treuesten Kundengruppe vorliegt.

Key Findings

  • Financial Impact: Geschätzt: 5–15 % des potenziellen Ticketumsatzes p.a.; bei 7–8 Mio. € Ticketerlösen ca. 350.000–1.200.000 € pro Verein und Saison an entgangenem Umsatz
  • Frequency: Jährlich, bei jeder Dauerkartenverlängerungsrunde sowie bei jeder Saison mit starren Paketpreisen
  • Root Cause: Fehlende dynamische Preis- und Segmentierungslogik im Dauerkartenprozess; Fokus auf Stabilität statt Optimierung pro Spielkategorie; fehlende Integration von Zahlungsbereitschaftsdaten und Upselling in die Verlängerungsstrecke.

Why This Matters

This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Sports Teams and Clubs.

Affected Stakeholders

Geschäftsführer, Leiter Ticketing, Leiter Finanzen/Controlling, Leiter Vertrieb & Marketing, Leiter Hospitality & Sponsoring

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Financial Impact

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Current Workarounds

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Methodology & Sources

Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.

Evidence Sources:

Related Business Risks

Erlösverlust durch unkontrollierte Sekundärmärkte und Graumarkt beim Dauerkarten-Weiterverkauf

Geschätzt: ca. 0,25–1 % des Ticketumsatzes p.a.; bei 7–8 Mio. € Ticketerlösen ca. 20.000–80.000 € pro Verein und Saison an entgangenen Gebühren und Preiskontrollvorteilen

Verzögerter Zahlungseingang durch manuelle Dauerkartenabrechnung und fehlende E-Invoicing-Integration

Geschätzt: 200–400 Backoffice-Stunden p.a. (ca. 6.000–15.000 € interne Kosten) plus Liquiditätsopportunitätskosten von ca. 5.000–20.000 € p.a. je Verein durch 10–20 Tage verzögerten Geldeingang auf Ticketvolumen im Mio.-Bereich

Unausgenutzte Stadionkapazität durch nicht erschienene Dauerkarteninhaber (No-Shows)

Geschätzt: 1–3 % des Ticketumsatzes p.a. durch nicht monetarisierte No-Shows; bei 7–8 Mio. € Ticketvolumen ca. 70.000–240.000 € pro Verein und Saison, zuzüglich entgangener Catering-/Merch-Umsätze

Kundenabwanderung durch komplizierte Dauerkartenverlängerung und späte Verkaufsfenster

Geschätzt: 2–5 % der potenziellen Dauerkartenkunden pro Saison gehen durch Prozessfriktion verloren; bei 30.000 Plätzen und 400–700 € pro Karte ca. 240.000–1.050.000 € entgangener sicherer Dauerkartenumsatz p.a.

Manuelle Luxury Tax und Umsatzsteuerabrechnung

20-40 Stunden/Monat à €50/h (€1,000-2,000); €10,000+ bei USt-Nachzahlungen

Inventarverluste und Royalty-Unterzahlungen

2-5% revenue loss from shrinkage (€28-71M industry-wide at €1.4B licensed merchandise market); €10,000+ per audit in royalty disputes

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