🇦🇺Australia

Verzögerter Zahlungseingang durch manuelle Abrechnung und Nachbearbeitung von Brillenaufträgen

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Definition

Australische Optikerketten geben an, dass die Herstellung maßgefertigter Brillen 7–10 Werktage bis zur Fertigstellung benötigt, plus 2–9 Tage Versand, insbesondere in regionalen Gebieten.[2][7] Andere Anbieter sprechen von 14–21 Werktagen für das Einsetzen der Gläser, bevor die Ware überhaupt versandfertig ist.[6] Viele traditionelle Praxisprozesse sehen vor, dass der Patient einen Teilbetrag oder gar nichts anzahlt und der Rest bei Abholung der fertigen Brille gezahlt wird – ein Muster, das mit langen Durchlaufzeiten zu spürbarer Verzögerung des Zahlungseingangs führt. Darüber hinaus kommt es vor, dass Patienten ihre fertigen Brillen nicht zeitnah, manchmal gar nicht, abholen; dann muss Personal mehrfach telefonisch oder per SMS nachfassen, was zusätzliche Arbeitszeit bindet, ohne sicheren Zahlungseingang. Parallel dazu erfordert die Abrechnung und das Matching von Ansprüchen gegenüber privaten Health Funds (z. B. für optische Leistungen) in vielen Praxen noch manuelle Schritte, insbesondere wenn verschiedene Systeme für klinische Daten, Kasse und Fund-Claims genutzt werden. Während für Laborleistungen, Fassungs- und Glaseinkäufe oft kürzere Zahlungsziele gelten, verschiebt sich die Kundenzahlung somit nach hinten und erzeugt einen negativen Cashflow-Gap. Logisch betrachtet entspricht jeder zusätzliche Tag im Order-to-Cash-Zyklus einem zusätzlichen Tag, an dem die Praxis Material- und Lohnkosten vorfinanziert. Wenn z. B. der durchschnittliche Auftragswert für Brillen bei AUD 350 liegt und 1.000 Aufträge permanent in der „Warteschleife“ zwischen Bestellung und Zahlung hängen, entspricht eine Verkürzung des Zyklus um 7 Tage einer Working-Capital-Reduktion von ca. 7 × (350.000/365) ≈ AUD 6.700. Umgekehrt bindet ein unnötig verlängerter Zyklus diesen Betrag dauerhaft.

Key Findings

  • Financial Impact: Quantifiziert (logische Schätzung): Zusätzliche 10–20 Tage DSO im Brillensegment. Beispiel: Bei einem offenen Auftragsvolumen von AUD 350.000 führt eine um 7 Tage längere Time-to-Cash zu ca. AUD 6.700 zusätzlichem gebundenem Working Capital; bei 14 Tagen etwa AUD 13.400.
  • Frequency: Strukturell bei jeder Brillenbestellung, insbesondere wenn Abrechnung bei Abholung und nicht bei Bestellung erfolgt.
  • Root Cause: Prozessdesign, das Zahlung bei Abholung statt bei Auftrag vorsieht, lange externe Produktions- und Lieferzeiten, manuelles Recall von Kunden, fehlende Online-Zahlungsoptionen und fehlende Integration mit Health-Fund-Abrechnungssystemen.

Why This Matters

The Pitch: Optometry practices in Australia 🇦🇺 binden 10–20 Tage zusätzlichen Working Capital pro Auftrag, wenn Zahlungen erst bei Abholung verbucht werden und Nachfassprozesse manuell laufen. Automatisierung von Anzahlungsanforderungen, Online-Zahlung vor Bestellung und digitalem Recall-Management verkürzt die Time-to-Cash deutlich.

Affected Stakeholders

Practice Manager, Accounts/Finance, Front-of-house/Reception, Optical Dispenser

Deep Analysis (Premium)

Financial Impact

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Current Workarounds

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Methodology & Sources

Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.

Evidence Sources:

Related Business Risks

Verlust von Umsatz durch lange Brillenglas-Bearbeitungs- und Lieferzeiten

Quantifiziert (logische Schätzung): 1–3 % Umsatzverlust im Brillenbereich. Beispiel: Bei AUD 800.000 Praxisumsatz und 60 % Brillenanteil verursacht ein konservativer 2 %-Verlust im Brillensegment etwa AUD 9.600 entgangenen Jahresumsatz.

Umsatzverlust durch nicht abgerechnete Zusatzleistungen und verpasste Upgrades bei Brillengläsern

Quantifiziert (logische Schätzung): Ca. AUD 15.000–40.000/Jahr je Praxis an entgangenem Zusatzumsatz; Beispiel: 3.000 Aufträge × AUD 20 potenzieller Upgrade-Umsatz × 1/3 nicht realisiert ≈ AUD 20.000 verlorener Jahresumsatz.

Nicht abgerechnete Kontaktlinsen-Anpassungen und Nachsorge

Quantified: ca. AUD 14.000–28.000 Umsatzverlust pro Praxis und Jahr (1–2 unbezahlte Kontaktlinsen-Konsultationen pro Werktag à ~AUD 60).

Umsatzverlust durch vergriffene Kontaktlinsen-Testlinsen

Quantified: ca. 2–5 % des Kontaktlinsenumsatzes; bei AUD 300.000 CL-Umsatz ≈ AUD 6.000–15.000 entgangener Umsatz pro Jahr durch Stock-outs von Trial- und Standardlinsen.

Überbestände und ablaufende Kontaktlinsenbestände im Lager

Quantified: typischerweise 5–10 % Lagerabschreibung auf Kontaktlinsenbestände; bei AUD 30.000 Lagerwert ≈ AUD 1.500–3.000 direkte Kosten pro Jahr, exklusive Kapitalkosten der Überbestände.

Kundenabwanderung durch langsame Kontaktlinsenbestellung und -abwicklung

Quantified: ca. 5–15 % Kundenabwanderung von Kontaktlinsenpatienten; bei AUD 300.000 CL-Umsatz ≈ AUD 15.000–45.000 entgangener Jahresumsatz.

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