Verzögerter Zahlungseingang durch lange Zahlungsziele im Rohstoffgroßhandel
Definition
Australische B2B-Unternehmen – insbesondere im Mining- und Rohstoff-Umfeld – arbeiten üblicherweise mit 30–60 Tagen Zahlungszielen, wodurch erhebliche Werte in Forderungen gebunden werden.[1][2][3] Um diese Lücke zu schließen, nutzen viele Firmen Debitorenfinanzierung / Invoice Finance, bei der 70–85 % des Rechnungsbetrags sofort ausgezahlt werden, der Rest nach Zahlung des Kunden abzüglich Gebühren.[1][2][3] Diese Gebühren stellen einen direkten, wiederkehrenden Liquiditäts- und Ergebnisverlust dar. Bei einem typischen Vorschuss von 80–85 % und Factoring-Gebühren von etwa 2–4 % des Rechnungsvolumens pro 30–60 Tage ergeben sich jährliche Kosten von 2–4 % auf den durchlaufenden Umsatz, wenn AR-Prozesse (Bonitätsprüfung, Limitsteuerung, Mahnwesen) ineffizient sind und hohe Außenstände erzeugen (LOGIC, auf Basis branchenüblicher Konditionen). Für einen Metallgroßhändler mit 50 Mio. AUD Jahresumsatz und durchschnittlich 60 Tagen DSO bedeutet dies allein 1–2 Mio. AUD p.a. an Finanzierungskosten und Margenverzicht. Zusätzlich entstehen Opportunitätskosten, da gebundene Liquidität nicht für Skonti, Hedging oder günstige Beschaffung genutzt werden kann. Durch systematische Automatisierung (Kreditlimits, Dispo gegen Sicherheiten, Warnschwellen bei Zielüberschreitung) können Days Sales Outstanding um 10–15 Tage reduziert werden – bei einem Fremdkapitalkostensatz von 6–8 % p.a. entspricht dies weiteren 0,5–1,0 % Umsatz an eingesparten Zins- und Factoringkosten (LOGIC).
Key Findings
- Financial Impact: Typischerweise 2–4 % des fakturierten Jahresumsatzes als Finanzierungskosten/Factoringgebühren bei 45–60 DSO (z.B. 1–2 Mio. AUD p.a. bei 50 Mio. AUD Umsatz), plus 0,5–1,0 % Umsatz an Opportunitäts- und Zinskosten durch 10–15 zusätzliche DSO-Tage.
- Frequency: Laufend; bei jeder Lieferung mit Zahlungsziel, besonders in Mining- und Export-Lieferketten mit 30–60 Tagen Zahlungsziel.
- Root Cause: Lange Zahlungsziele in Großhandel und Mining-Lieferketten, unzureichend automatisierte Kreditprüfung und Limitsteuerung, fehlende Integration von Rohstoffsicherheiten in AR-Management, verspätete Mahnläufe und manuelle Abstimmungen.
Why This Matters
The Pitch: Großhändler von Metallen und Mineralien in Australien 🇦🇺 binden typischerweise 10–15 % ihres Jahresumsatzes als offene Forderungen mit 45–60 Tagen Fälligkeit. Automatisierung von Kreditprüfung, Limitsteuerung und Mahnwesen kann die DSO um 10–15 Tage senken und damit 2–4 % des Jahresumsatzes an Finanzierungskosten und Liquiditätsengpässen vermeiden.
Affected Stakeholders
CFO, Leiter Finanzen/Controlling, Head of Treasury, Leiter Debitorenbuchhaltung, Leiter Vertrieb (Großkunden/Export)
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
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