Fehlende oder falsch berechnete Simulcast-Lizenzgebühren
Definition
Simulcast-Signale (Live-Übertragungen von Rennen für TV, Streaming, Wettanbieter und internationale Partner) unterliegen in der Praxis komplexen Lizenz- und Beteiligungsvereinbarungen: verschiedene Rechteebenen (Strecke, Serienveranstalter, Verbände wie DMSB/FIA, Teams, Vermarktungsgesellschaften) erhalten prozentuale Umsatzanteile oder Mindestgarantien. Da Simulcast-Umsätze aus vielen Quellen (rechtebasierte Fees, Pay-per-View, Wettumsatz-Beteiligung, internationale Feeds) stammen, werden die abrechnungsrelevanten Daten oft manuell aus Produktions-, Ticketing-, Wett- und Broadcast-Systemen zusammengezogen. In Deutschland sind zusätzlich umsatzsteuerliche Anforderungen an eine vollständige, zeitgerechte Rechnungstellung nach § 14, § 14a, § 14b UStG und GoBD-Dokumentationspflichten zu erfüllen. Ohne ein integriertes Lizenz- und Abrechnungssystem gehen genutzte Signale (z. B. einzelne Auslandsfeeds, Re-Lives, Highlight-Clips) häufig unberechnet durch, Gutschriften werden nicht angepasst, und die Aufteilung der Erlöse auf Rechtepartner weicht vertraglich unbemerkt ab. Typische Erfahrungswerte aus Medien- und Sportrechten zeigen, dass 2–5 % des Umsatzes durch un- oder unterfakturierte Nutzungen verloren gehen. Bei einem mittelgroßen deutschen Rennstreckenbetreiber mit z. B. 5–10 Mio. € jährlichen Medien- und Wettbezogenen Erlösen entspricht dies rund 100.000–500.000 € pro Jahr an entgangenem Erlös, der weder gegenüber Partnern noch in Betriebsprüfungen sauber nachgewiesen werden kann.
Key Findings
- Financial Impact: Logikschätzung: 2–5 % der Simulcast-bezogenen Jahreserlöse, typischerweise 100.000–500.000 € pro Jahr bei 5–10 Mio. € Medien-/Wettumsatz.
- Frequency: Laufend, bei jedem Rennwochenende und jeder internationalen Übertragung; kumulativ über die Saison signifikant.
- Root Cause: Heterogene Systemlandschaft (Produktion, Buchhaltung, Rechteverwaltung), fehlende automatisierte Zuordnung von Nutzung (Feeds, Slots, Länder) zu Lizenzregeln und Beteiligungsmodellen; manuelle Excel-Abrechnungen; unzureichende vertragsbasierte Parametrisierung; mangelnde Integration in DATEV/ERP für Deutschland.
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Racetracks.
Affected Stakeholders
CFO/Leitung Finanzen, Leitung Rechtevermarktung/Media, Buchhaltung/Revenue Accounting, Steuerberater, Controlling
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Verzögerte Zahlungseingänge aus internationalen Simulcast-Verträgen
Nicht gemeldete Nutzung von Rennsignalen und intransparente Revenue-Sharing-Berichte
Hoher manueller Abrechnungsaufwand und Bürokratiekosten im Rahmen des Lieferkettengesetzes und der eRechnungspflicht
GoBD-Verstöße bei manueller Stallabrechnung
Verzögerte Fondsüberweisungen bei Claiming Races
Verlorene Rechnungen bei Backstretch-Stallvermietung
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