Hoher manueller Abrechnungsaufwand und Bürokratiekosten im Rahmen des Lieferkettengesetzes und der eRechnungspflicht
Definition
Neben steuerlichen Pflichten sind deutsche Unternehmen – abhängig von Größe und Schwellenwerten – vom Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) betroffen und müssen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette, inkl. Dienstleistungsbeziehungen, dokumentieren. Im Simulcast-Bereich bedeutet dies u. a. Prüfungen und Dokumentation der Geschäftspartner (z. B. ausländische Wettanbieter, Medienhäuser), inklusive vertraglicher Regelungen zu Menschenrechten, Compliance und Geldwäscheprävention. Parallel führt das Wachstumschancengesetz zur schrittweisen Einführung der verpflichtenden elektronischen B2B-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD) ab Mitte der 2020er Jahre. Ohne automatisierte Workflows entstehen: manuelle Erfassung/Prüfung von Partnerdaten, händische Erstellung/Umwandlung von Rechnungen in zulässige Formate, Abstimmung mit Steuerberatern/Prüfern und Pflege separater Compliance-Reports. Deutsche Studien zu Bürokratie- und Compliancekosten schätzen, dass mittelgroße Unternehmen 0,5–1,5 FTE zusätzlich im Finanz-/Compliance-Bereich binden, nur um diese Anforderungen zu erfüllen. Bei Vollkosten von z. B. 70.000–90.000 € pro FTE entspricht dies 35.000–135.000 € jährlichem Zusatzaufwand, von dem ein substanzieller Teil direkt auf komplizierte Abrechnungs- und Nachweispflichten im Kontext von Simulcast-Partnerschaften entfällt.
Key Findings
- Financial Impact: Logikschätzung: 0,5–1,5 FTE zusätzlicher Compliance-/Abrechnungsaufwand → ca. 35.000–135.000 € Personalkosten p. a., zzgl. externer Beraterhonorare.
- Frequency: Laufend (monatliche/vierteljährliche Abrechnungen, jährliche Berichte, wiederkehrende Prüfungen).
- Root Cause: Regulatorische Verschärfung (LkSG, eRechnungspflicht, GoBD); fehlende integrierte Systeme, die Lizenzabrechnung, Rechnungsstellung und Compliance-Dokumentation gemeinsam abbilden; Medien-/Sport-spezifische Sonderfälle, die Standard-ERP nur unzureichend unterstützt; Abhängigkeit von externen Steuerberatern/Prüfern für wiederkehrende manuelle Kontrollen.
Why This Matters
This pain point represents a significant opportunity for B2B solutions targeting Racetracks.
Affected Stakeholders
CFO/Finanzleitung, Leitung Compliance/ESG, Buchhaltung, Steuerberater, Legal/Vertragsmanagement
Deep Analysis (Premium)
Financial Impact
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Current Workarounds
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Methodology & Sources
Data collected via OSINT from regulatory filings, industry audits, and verified case studies.
Related Business Risks
Fehlende oder falsch berechnete Simulcast-Lizenzgebühren
Verzögerte Zahlungseingänge aus internationalen Simulcast-Verträgen
Nicht gemeldete Nutzung von Rennsignalen und intransparente Revenue-Sharing-Berichte
GoBD-Verstöße bei manueller Stallabrechnung
Verzögerte Fondsüberweisungen bei Claiming Races
Verlorene Rechnungen bei Backstretch-Stallvermietung
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